140 Jahre Evangelischer Arbeiter- und Bürgerverein Asseln, heute Evangelischer Männerdienst Asseln, ist ein Anlass, um einen besonderen Gottesdienst zu feiern. Mitglieder des Männerdienstes gestalteten den Ablauf und erzählten sehr lebendig aus der wechselvollen Geschichte und warum auch Frauen im Männerdienst Mitglieder sind. Christa Kalle, Klaus Coerdt, Joachim Reckermann und Wilhelm Portmann berichteten von Erlebnissen mit dem Männerdienst. Georg Michels hatte aus Hunderten von Fotos ein Potpourri gestaltet, das das rege Vereinsleben zeigte: Seit den 1950iger Jahren wurden mehrwöchige Fahren z.B. durch Polen und Österreich angeboten.
Mit „Großer Gott, wir loben dich“, „Geh aus mein Herz“ und „Von guten Mächten“ wurde auch gesanglich gratuliert. Im anschließenden Kirchencafé wurden viele Erinnerungen wach und ausgetauscht.
1886 gründeten 96 Männer den Verein, dem Arbeiter, Handwerker, Geschäftsleute und Beamte angehörten. Durch die enge Bildung an die Evangelische Kirche sollte den Vereinsmitgliedern mehr Halt gegeben werden.
1899 wurde der Posaunenchor innerhalb des Vereins gegründet. Schon Weihnachten folgte der erste Auftritt der 9 Männer in der vom Arbeiter- und Bürgerverein geschmückten Kirche. 1906 wurde die neue Luther-Kirche mit einem neuen Taufstein, der eine Spende des Vereins war, eingeweiht.
Die Umbenennung in den „Evangelischen Kirchlichen Männerdienst Asseln“ erfolgte im Dritten Reich, um den Fortbestand zu sichern. Ab sofort durften nur noch Themen, die mit Bibel und Glauben eng zusammenhängen, behandelt werden. Neuaufbau und Neuausrichtung folgten direkt 1945 durch Pfarrer Fromme und den Vorsitzenden Lueg, ab da hieß es Evangelischer Männerdienst Dortmund-Asseln.
2020 hat Corona auch hier das lebhafte Miteinander zum Erliegen gebracht. Aber 2022 erwachte der Männerdienst als Gemeindegruppe wieder zum Leben, und trifft sich seitdem an jedem 2. Freitag im Montag.
Festschrift zum Jubiläum: Männerdienst-2026-05-31
