Die spinnt – die Frauenhilfe?
Mit dieser Frage warb die Ev. Frauenhilfe Asseln für ihren diesjährigen Ausflug. Und viele Frauen machten sich am 20. August auf den Weg nach Bocholt, um dem Textilwerk mit Weberei und Spinnerei einen Besuch abzustatten. Direkt an der Bocholter Aa gelegen sind die beiden Standorte über eine Fußgängerbrücke verbunden und zeigen die Geschichte der westfälischen Textilindustrie im 19. und 20. Jahrhundert.
Auf dem Programm stand u.a. eine Führung mit dem vielversprechenden Titel „Gegen den Strich“ – und der hielt, was er versprach. Neben zahlreichen Daten und Fakten rund um die Textilherstellung hatte die Führung auch einige unterhaltsame Einblicke in die Herkunft bekannter Sprichwörter zu bieten. Die Teilnehmerinnen erfuhren zum Beispiel, dass bei Mehrlingsgeburten dem erstgeborenen Kind früher ein roter Faden um den Fuß gebunden wurde – um möglichen Erbstreitigkeiten von vornherein vorzubeugen. Auch in der Seefahrt spielte der rote Faden eine Rolle: Damit Matrosen keine Taue der Reederei stehlen konnten, wurden rote Fäden in die Seile eingedreht, sodass ihre Herkunft stets erkennbar blieb.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen im „Schiffchen“ blieb noch Zeit zum Bummeln an der Aa oder in der Bocholter Innenstadt, bevor es mit dem Bus zurück nach Asseln ging.
Alle Teilnehmerinnen waren sich einig: Es war wieder einmal ein gelungener Ausflug – auch wenn niemand gesponnen hat!
Ein herzliches Dankeschön geht an das Vorbereitungsteam.






