Gunther Antensteiner, Misun Kim-Antensteiner und Jörg Segtrop spielen am 29.03. Um 17 Uhr in der Luther-Kirche
„Früher war die Welt noch anders“ werden einige vermutlich sagen, wenn sie sehen, dass in der Passion- bzw. Fastenzeit ein Konzert mit Trompete und Orgel veranstaltet wird. Im frühen Mittelalter war das Musizieren mit Instrumenten in der Kirche gänzlich verboten, in der Barockzeit war konzertante Musik (vor allem mit Trompeten) in der Passionszeit und zu ausgewiesenen Trauerzeiten (z.B. Tod eines Fürsten) nicht erlaubt. Erst in der Neuzeit sind diese strengen Regeln nicht mehr vorhanden. Aber für die drei Musiker sind die Zeiten des Kirchenjahres trotzdem eine gute Orientierung.
Anlehnend an diesen älteren Vorgaben spielen Gunther Antensteiner und Misun Kim-Antensteiner an der Orgel sowie Jörg Segtrop an der Trompete am Sonntag, 29.03. um 17 Uhr in der Lutherkirche Asseln ein Konzert, in welchem die liturgische Vorgabe „Passion“ seinen Platz hat. Zum einen legen die Musiker einen Schwerpunkt auf Choralbearbeitungen von Passionsliedern, zum anderen nutzt Jörg Segtrop nicht nur Trompeteninstrumente, die das Königliche und Heroische symbolisieren, sondern er spielt einige Werke auf Horninstrumenten, die lautstärkenmäßig etwas zurückhaltender sind und dem Anlass entsprechend weicher klingen.
Trotz dieser Einschränkungen ist das Konzert keine „traurige Veranstaltung“. Der Bezug auf die österliche Freude kommt in dem Konzert nicht zu kurz. Gerade diese Abwechselungen machen den Nachmittag für die Zuhörer so interessant, sind sich die drei Musiker sicher. Denn so ist für viele Musikgeschmäcker etwas dabei: Choralbearbeitungen, Musik aus Barock über die Romantik bis zur Moderne – ein bunter Strauß mit musikalischem Tiefgang.
Neben den heute gebräuchlichen Trompeten- und Horninstrumenten kommen auch besondere, historische Instrumente zum Einsatz. Jörg Segtrop ist Spezialist für Barocktrompete. Somit spielt er in dem Konzert natürlich sein favorisiertes Instrument. Ebenso erklingen ein Corno da caccia (Horninstrument aus der Barockzeit) und ein Alphorn.
Die für dieses besondere Konzert ausgewählte Literatur ist ebenso abwechslungsreich wie die unterschiedlichen Instrumente. Es wechselt zwischen bekannten (z.B. Händel) und unbekannten Komponisten (z.B. Arnold) und bietet somit für alle Zuhörer eine interessante Mischung.
Als besonderes „Bonbon“ werden die verschiedenen Instrumente von Jörg Segtrop kurz vorgestellt, sodass die Zuhörer auch mit zusätzlichen Informationen erfreut werden.
Der Eintritt ist frei. Am Ausgang wird um eine Spende für die Kirchenmusik gebeten.
